SMART CITIES:  DIE CHANCE FÜR DEN MITTELSTAND IM GESAMTEN DONAURAUM

Im gefüllten Brunnensaal des Stifts Göttweig fanden sich Wirtschaftstreibende aus über 10 Ländern aus dem gesamten Donauraum ein, um Neues über die Chancen zu erfahren, die sich durch aktuelle Smart City-Projekte vor allem für den Mittelstand ergeben. Das seit 2013 jährlich stattfindende EEDF – EUROPEAN ECONOMIC DANUBE FORUM des SENAT DER WIRTSCHAFT, das in Kooperation mit SECI – Southeast European Cooperative Initiative und der EU-Donauraumstrategie „Competitveness“ veranstaltet wird, war ein großer Erfolg!

 

© Claudio Farkasch/belichten.com

 

UnternehmerInnen aus unterschiedlichsten Branchen nutzten die Gelegenheit zum Networking auf höchstem Niveau, um RepräsentantInnen von verschiedensten Unternehmen, der EU-Kommission, der EU-Donauraumstrategie, der OSCE und verschiedenster Städte im Donauraum zu treffen. Aus Prag, Sibiu, Zagreb, Wien und Stockholm wurde an praktischen Beispielen gezeigt, was Smart City-Konzepte in der Umsetzung bedeuten. Der Fokus lag dabei auf dem Mittelstand, denn die breite Basis der Unternehmen ganz ganz besonders profitieren, wenn sie an der Neuausrichtung der Städte partizipiert.

Einleitend stellte Gabor Hunya, Senior Economist des wiiw, das Wirtschaftspotenzial des Donauraums in seiner Gesamtheit anhand der umfassenden Studie dar, die kürzlich im Auftrag der EUSDR fertiggestellt wurde. Von Dr. Johann Sollgruber, Repräsentant der EU-Kommission, und Dr. Hans-Peter Herdlitschka, EU-Donauraum-Koordinator für „Wettbewerbsfähigkeit“, wurden bereits existierende Finanzierungsinstrumente vorgestellt, die die Projektumsetzung ermöglichen. Ergänzt wurden die Praxisbeispiele aus verschiedenen Städten durch Reflexionen von Prof. Arch. Dr. DI Ramesh Biswas, international tätiger Smart-City-Architekt mit Lehrtätigkeit an über 40 internationalen Universitäten, der zu den projektkritischen Faktoren Stellung nahm, und von Brigadier a.D. Norbert Fürstenhofer vom Zentrum für Risiko- & Krisenmanagement, der für die gesellschaftliche Sicherheit relevante Punkte akzentuierte.

Den Abschluss bildeten zwei hochkarätig besetzte Panel-Gespräche. Im ersten Panel mit RepräsentantInnen offizieller Institutionen, wie z.B. Dragica Krajic MSc vom kroatischen Wirtschaftsministerium und EUSDR-Koordinatorin und Mag. Dr. Andreas Strasser, Head of Corporate & Project-Finance der Hypo NOE Bank AG, wurde hervorgehoben, was Städte beitragen können, um Smart City-Konzepte zu forcieren. In der zweiten Gesprächsrunde nahmen UnternehmerInnen am Podium Platz, um ihre Rolle hervorzuheben. Mit dabei die Direktorin des Steinbeis Transferzentrums, Ana Turcan, der CEO der trenkwalder International AG, Karoly Pataki, der Österreich-GF der internationalen Technologiegruppe Weidmüller, Josef Kranawetter, und Ing. Günther Probst, CEO des Robotik-Unternehmens Schmachtl GmbH. Die Schlussfolgerungen beider Panels wurden von Dr. Wolf Engelbach von Morgenstadt Fraunhofer IAO zusammengefasst.

Der für das EEDF projektverantwortliche Geschäftsführer-Operations des SENAT DER WIRTSCHAFT, Jochen Ressel, fasst das Sympoisium wie folgt zusammen: „Mit dem Thema ‚Smart Cities‘ konnten wir den Unternehmen einen praxisorientierten Überblick ermöglichen und sie aktiv mit Personen vernetzen, die bei der Umsetzung konkreter Projekte Andockmöglichkeiten bieten. Neben dem Wissenstransfer in höchster Qualität bietet das EEDF somit auch den optimalen Hebel, um institutionelles Wissen in die wirtschaftliche Praxis zu überführen.“ SENATs-Vorstand Hans Harrer ergänzt: „Wir sind stolz und glücklich, für die EU-Donauraumstrategie als Partner zu fungieren und so zum Wohle der mittelständischen Wirtschaft ganz aktiv und praxisbezogen beizutragen. Mit unserer internationalen Vernetzungskompetenz beweist das EEDF einmal mehr, dass wir die Wirtschaftsentwicklungsplattform mit Donauraumkompetenz auf höchstem Niveau sind. Das wurde durch das im Rahmen des EEDF Anfang September organisierte ‚Danube Macro Region Business Forum‘ zum Thema ‚Ökologie im Donauraum‘ klargemacht und findet Ende Oktober beim EEDF in Novi Sad eine weitere Fortsetzung.“

Präsentationen – EEDF-Göttweig 2016 zum Download

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