Zum Auftakt der Danube Macro Region Business Week (DMRBW2018) am 8. Oktober 2018 lud der SENAT DER WIRTSCHAFT im Rahmen seiner Initiative EEDF-EUROPEAN ECONOMIC DANUBE FORUM zur Auftaktveranstaltung in den Ratssaal der OSCE im Hofburg Congress Center. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Geopolitik und die Donauregion“ und bot ein Feuerwerk an hochinteressanten Informationen mit Referenten aus verschiedensten Kontinenten.

An die 150 Gäste füllten den Ratssaal, um sich über geopolitische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Donauregion auf den neuesten Stand zu bringen. Nach der Eröffnung durch SENATs-Vorstandsmitglied für Internationale Beziehungen, Gabriele Stowasser, zeigte SENATs-Präsident Dr. Erhard Busek auf, wie eng die Donauländer miteinander verwoben sind und wie verschiedene Ereignisse auch in der Vergangenheit Wechselwirkungen in der Gesamtregion hatten. Die bayrische Perspektive aufd en Donauraum zeigte Fraktionsvorstand der CSU und Staatsminister a.D., Dipl. Volkswirt Erwin Huber, auf, der auch im Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie tätig ist.

Auf die das Welcome-Statement von Wirtschaftskammer-Vizepräsident Dr. Richard Schenz folgte eine Videobotschaft des kurzfristig an der Teilnahme verhinderten Vizepräsidenten der Europäische Investment Bank, Vazil Hudák, der die Rolle der EIB bei Investments im Donauraum darlegte und aufzeigte, wie die EIB mit verschiedensten Finanzierungsinstrumenten sowohl der EU wie auch des privaten finanzwirtschaftlichen Sektors zusammenarbeitet, um Finanzierungen für Infrastrukturprojekte bereitstellen zu können.

Im darauf folgenden Panel, das von Mag. Dominik Schmied als Co-Initiator der DMRBW moderiert wurden globale Handelsströme und Korridorentwicklungen beleuchtet. Dipl.-Kfm. Raimund Stüer (Vorstand Vertrieb & Marketing, DB Cargo AG), Andreas Stepan (Präsident, Verein der österreichischen Schiffsagenden) und  Mag. Igor Hribar (Regionaldirektor, DB Schenker Rail Services Wien) thematisierten, welche gewaltige CO2-Einsparungen für Europa möglich wären, wenn die vorhandenen Logistikkapazitäten im Donauraum genutzt werden würden und machten auch klar, warum dies (noch) nicht geschieht, indem sie die internationalen Verbindungen der Großsee-Häfen Rotterdam und Hamburg aufzeigten.

SENATs-Geschäftsführer Jochen Ressel, der durch den Nachmittag führte, konnte zur Abrundung hochkarätige Sprecher mit kurzen „Wakeup-Messages“ begrüßen. Einige der behandelten Themenfelder:

  • Gibt es einen  AGFA-Krieg (Anmerkung: Amazon/Google/Facebook/Apple) gegen Europa und seine Industrie?
  • Womit müssen Europas Auto- & Technologieindustrien rechnen?
  • Wie steht es um China, seinen Einfluss und seine Pläne für die Donau Region? Welche Faktoren beeinflussen Chinas Investmentstrategien?
  • Welche Rolle spielen die USA und deren Infrastruktur Erneuerungspläne für den Donauraum?

Um gedankliche Inputs zu diesen Themenfeldern zu geben, begrüßte der SENAT am Podium des EEDF Dipl.-Wirtsch.-Ing. Achim Rauber (ehemaliger Vorstand VDA-Verband Deutscher Automobilindustrie), Dr. Ting Ho (Beratungsausschuss für die Regierung von Guangdong), Mag. Franz Nauschnigg (Leiter der Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen, Österreichische Nationalbank), Olaf Holzgrefe, M.A. (VP int. Beziehungen, Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. – BME) sowie Dr. Johann Sollgruber (Berater für Handelsfragen der Europäischen Union und Europäischen Kommission).

Der SENAT DER WIRTSCHAFT bewies mit dieser geballten Information im Rahmen des Auftaktsymposiums der Danube Macro Region Business Week einmal mehr seine führende Position als Know-how-Partner für Wirtschaftsentwicklung im Donauraum, die durch die bereits 2013 gegründete Initiative EEDF-EUROPEAN ECONOMIC DANUBE FORUM Ausdruck findet und an die Unternehmen andocken können, um die eigenen Potenziale auch im gesamten Donauraum wirksam werden zu lassen.

Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Gabriele Stowasser dem OSCE-Director Conference Services, Arne Bell,  als „Hausherr“ der OSCE-Räumlichkeiten das Zertifikat, dass der SENAT das Symposium im Namen der OSCE klimaneutral gestellt hat. Er würdigte diese Initiative und zeigte sich interessiert daran, wie auch diese internationale Organisation einen stärken Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, indem man die Konferenzen im Hause klimaneutral organisiert.